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Chinchillas

liebenswerte Wesen

aus einer uns fremdartig anmutenden

Welt

 

 

 
 

Allgemeines:

Wer in Betracht zieht sich Chinchillas anzuschaffen, sollte sich über verschiedene Dinge im klaren sein.

- Chinchillas können über 20 Jahre alt werden und möchten 365 Tage im Jahr betreut werden.

- Sie sollten nicht mit tagaktiven Haustieren zusammengehalten werden.

- Sie sind nacht- und dämmerungsaktiv und benötigen am Tage Ruhe zum schlafen.

- Sie sind keine Kuscheltiere und für Kinder ungeeignet, sie eignen sich hervorragend für berufstätige.

- Sie können Nachts sehr viel lärmen, somit sollte die Käfigaufstellung in Schlafräumen unterbleiben.

- Sie haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten und sollten nie allein gehalten werden.

  ( gleichgeschlechtlich problemlos möglich, wenn keine Tiere des anderen Geschlechts in der Nähe sind.

   oft klappt aber auch das )

- Nicht vergesellschaftete ( sich fremde ) Chinchillas führen Revier- und Rangordnungsk¤mpfe, oft mit unerbittlicher

  Härte, die den Tot eines Tieres zur Folge haben können.

- Das Verhalten und der Charakter von Chinchillas ist individuell verschieden.

- Sie sind intelligent, verfügen über ein hohes Erinnerungsvermögen und arbeiten im Team :-)

- Sie sind sprung- und bewegungsfreudige Tiere die einen großen Käfig benötigen.

- Sie sollten in der Regel täglich Auslauf erhalten.

- Sie sind Nagetiere und nagen alles an.

- Chinchillas bedenken Menschen, die sie nicht mögen oder oder zu starke Düfte aufgelegt haben, gern einmal mit einer

  Pippidusche ( frei nach dem Motto: Du stinkst mir )

- Durch die mindestens Paarweise Haltung und einen entsprechend großen Käfig, ist die Anschaffung von Chinchillas          

  kostenintensiv. Die laufenden Unterhaltskosten sind dafür sehr gering.

Chinchillas sind nicht krankheitsanfälliger oder schwieriger zu halten, als andere Heimtiere.

  Wer grundsätzliches beachtet, wird viel Freude mit den kleinen Kobolden haben.

 

Herkunft;

Chinchillas leben in den südamerikanischen Anden in Höhen zwischen 3000 bis 5000 Meter.

In freier Wildbahn, sind sie bis auf Restbestände in Reservaten ausgerottet, gnadenlos bejagt wegen ihres seidenweichen

Felles.

Ihr Lebensraum ist sehr trocken, mit Niederschlägen von ca. 80 bis 200 mm im Jahr.

Chinchillas sind Wasserverwertungskünstler, sie decken ihren geringen Flüssigkeitsbedarf aus Wurzeln,

Kakteen und dem Tau, der sich in der Dämmerung auf den Pflanzen niederschlägt.

Chinchillas besitzen keine Körperschweißdrüsen, um einen Flüssigkeitsverlust so gering wie möglich zu halten.

Ihr dichtes Fell schützt sie vor Temperaturschwankungen von mehr als 20° C vom Tag zur Nacht.

Zum Schutz vor Feinden ( Beutegreifer ), sind Chinchillas in der Lage, Teile ihres Felles abzustoßen.

Auch das Ergreifen der Schwanzspitze, kann zum Abriß führen.

Die Haut besitzt zwar Talgdrüsen, doch Chinchillas halten ihr Fell durch ausgiebige Staubbäder, trocken und fettfrei.

Das garantiert beste Isolation.

Eine Temperaturabsenkung wird durch die Füße und die sehr gut durchbluteten Ohren erreicht.

Tagsüber verkriechen sie sich in Felsspalten, oder verlassenen Bauten um zu ruhen, den Temeraturen eines Hochsommertages und den wenigen Niederschlägen zu entgehen. nur sehr selten graben sie diese Bauten selbst,

was durch die kurzen-, kleinen Vorderbeine verständlich ist.

Ihre Hauptnahrung sind trockene Gräser, Rutensträucher, Kakteen, Wurzeln und was die spärliche Vegetation sonst so

hergibt.

In Gefangenschaft benötigen Chinchillas eine energiearme Ernährung, mit hohem Rohfaser und Raufutteranteil.

Das gutgemeinte regelmäßige Leckerchen kann ihr Leben dramatisch verkürzen. Ein sinnvoller und gemäßigter Einsatz

bietet ihnen jedoch Abwechselung, ohne ihnen zu schaden.